Die Kunst, bessere Fragen zu stellen
Gravitas Grove
Team
Aktualisiert am 18. Dezember 2025
Der Unterschied zwischen einem guten und einem herausragenden Analysten liegt nicht in der Komplexität seiner Modelle. Er liegt in den Fragen, die er stellt, bevor er mit der Entwicklung beginnt.
Warum Fragen wichtiger sind als Antworten
Die meisten Projekte scheitern nicht an mangelhafter Umsetzung, sondern daran, dass sie das falsche Problem lösen. Wir haben es dutzende Male erlebt:
- Ein Kunde fragt nach einem „Dashboard”, wenn er eigentlich einen Entscheidungsrahmen braucht
- Teams entwickeln Prognosemodelle, ohne zu fragen: „Welche Entscheidung soll dies unterstützen?”
- Berichte werden wöchentlich erstellt, die niemand liest
Die erste Frage lautet nicht „Wie lösen wir das?” — sondern „Lösen wir das Richtige?”
Ein einfaches Framework
Bevor wir mit einer Analyse beginnen, stellen wir drei Fragen:
- Welche Entscheidung unterstützt dies? Ohne Entscheidung gibt es keinen Zweck.
- Was würde Sie umstimmen? Dies zeigt, welche Erkenntnisse tatsächlich wichtig sind.
- Wer muss darauf reagieren? Die Zielgruppe bestimmt das Ergebnis.
Ein Beispiel
Ein Kunde bat uns einmal, ein Preisprognosemodell zu entwickeln. Beeindruckende Anfrage. Doch als wir fragten „Welche Entscheidung unterstützt dies?”, war die Antwort aufschlussreich:
„Wir möchten wissen, ob wir unsere Inputkosten absichern sollten.”
Das ist kein Prognoseproblem — es ist ein Risikomanagementproblem. Das benötigte Modell war völlig anders (und einfacher) als das ursprünglich Angefragte.
Das Fazit
Nehmen Sie sich am Anfang Zeit. Die Stunde, die Sie für die Klärung der Fragestellung aufwenden, spart Ihnen zehn Stunden beim Entwickeln der falschen Lösung.
Dies ist Teil unserer Serie zu analytischen Frameworks. Haben Sie eine Frage, die wir behandeln sollen? Kontaktieren Sie uns.